Mit der Empfehlung von Sexspielzeugen ist es ähnlich wie mit der Frage, was das richtige für dich ist. Sicher kann man sagen dies oder jenes taugt was, aber das ist, so denken wir zumindest, nicht das, was ihr unter dieser Frage versteht. Dementsprechend werden wir versuchen euch ein paar Empfehlungen unter Bezugnahme auf eure dritte Frage zu geben, nämlich ob es günstige Alternativen zu käuflichen Objekten gibt.
Die gibt es, und zwar nicht zu knapp. Und mit ein wenig Phantasie kann man hier viel Geld sparen. Aber vielleicht kennt der ein oder andere ältere von euch das auch noch, aus einer Zeit, in der es nicht alles zu kaufen gab, und in der es nicht möglich war, einfach irgendwo im Internet etwas anonym und diskret zu bestellen. Vor diesem Problem standen in erster Linie Fetischisten und Sado-Maso (SM) Liebhaber, denn für diese Neigungen gab es noch vor zehn bis fünfzehn Jahren kaum ein Angebot an Waren.
Ein weiteres klassiches Beispiel aus der damaligen Zeit ist die "Spreitzstange". Diese nutzt man, um z.B. die Beine des Partners auseinanderzuhalten. Zum Bau benötigt man lediglich eine Holzstange von etwa einem Meter Länge. In die Enden wurden dann jeweils eine Metallöse, ebenfalls aus dem Baumarkt, geschraubt. Durch diese Metallösen kamen dann die Fesseln, mit denen die Beine an die Stange gebunden wurden. Und fertig war die Spreitzstange, und das für nicht mehr als ein paar Mark. Heute kostet so etwas im Fachhandel zwischen 60,- und 100,- Euro.
Aber auch außerhalb von SM und Fetischismus gibt es einige interessante Sexspielzeuge zum selber basteln. Das es sich dabei nicht gleich um die sprichwörtliche Thermoskanne mit Mett handeln muss (Vorsicht, extrem gefährlich. Hohe Verletzungsgefahr!), sollte klar sein. Aber so einfach könnte es bereits sein:
Man nehme eine mittelgroße Melone und Bohre ein Loch hinein. Fertig ist die "Frucht-Muschi"! Honigmelonen fühlen sich hier besonders gut an. Mag man es lieber angenehm warm, so kann man die Melone vorher im Backofen oder der Mikrowelle leicht erwärmen. Vorsicht mit der Mikrowelle: Sie erhitzt nicht gleichmäßig verteilt, sondern unregelmäßig, was zu besonders heißen Stellen führen kann. Auch nach einer Temperaturprüfung kann es so zu Verbrennungen kommen. Das nennt man dann Bratwurst!
Eine weitere sehr angenehme Methode ist die sogenannte "Ballon Pussy". Hierzu braucht man drei bis vier längliche Luftballons, eine kleine Plastiktüte, ein Handtuch und Gleitcreme. Zunächst füllt man die Luftballons mit lauwarmem Wasser. Hierbei solltet ihr darauf achten, nicht zu viel Wasser in die Ballons zu füllen, so dass sie zum einen nicht so schnell kaputtgehen und sich zum anderen auch besser anfühlen.
Nun nehmt ihr die Plastiktüte und legt die Luftballons so nebeneinander in die Tüte, dass sie in der Mitte ein Loch bilden. Hierzu bietet es sich auch an, die Luftballons mit Klebeband zu fixieren. Die Tüte kommt nun außen herum und ist in erster Linie nur dazu da, dass das Wasser nicht so schnell weg kann, wenn ihr in Extase doch mal zu fest zustoßt und dabei einen Ballon beschädigt. Achtet darauf, dass ihr keine raschelnde Tüte verwendet! Das nervt nämlich.
Das Handtuch kommt jetzt noch außen herum und hält alles fest zusammen. Nun macht ihr etwas Gleitcreme in das Loch zwischen den Ballons und schon kann es losgehen. Wenn die Ballons richtig gefüllt sind, dann fühlt es sich fast echt an!
Die DeLuxe Version der „Ballon Pussy“ sieht übrigens wie folgt aus. Rechts und links von ihr klebt man je einen großen mit Luft gefüllten und luftdicht verschlossenen Plastiksack an. So kann man sich direkt darauf legen und fühlt nicht nur die „Ballon Pussy“, sondern auch noch so etwas wie einen Körper.
Die „Fremde“ ist eine weitere recht bekannte Möglichkeit sich ein bisschen Abwechslung zu verschaffen. Man setze sich einfach ein paar Minuten auf die eigene Hand, bis diese leicht taub wird. Rattert man danach los, so fühlt es sich an, als würde eine fremde Hand die Arbeit machen!
Die "Taschen-Muschi" ist ebenfalls sehr beliebt. Hierzu benötigst du eine Socke, einen Latexhandschuh und etwas Gleitcreme. Die Socke am Bein aufrollen, so dass ein Ring entsteht. Danach kommt der Handschuh in die Socke, wobei der Saum des Handschuhs über den Ring der Socke kommt. Danach ordentlich Gleitcreme rein und los geht es! Der Vorteil der Taschen-Muschi ist, dass man sie überall mit hinnehmen kann (Kino, Restaurant, U-Bahn, …) und das innere danach schnell zu entsorgen ist.
Und heute Vormittag ist und dann noch ein weiterer Tipp von Jens M. aus Goslar eingetroffen. Als Fernfahrer ist Jens oft unterwegs und da vermisst er die Lippen seiner Frau natürlich. Darum hat er sich aus einer etwas gekürzten Klopapierrolle und einem Kondom ein mobiles Blasinstrument gebastelt, das ihn unterwegs schon so manches mal erfreut hat. Ich selbst habe es eben auch mal auf dem Redaktionsklo ausprobiert und muß sagen es fühlt sich recht echt an!
Und so geht`s: Klopapierrolle auf die passende Länge kürzen. Ruhig einen Tick länger lassen als den guten Kumpel da unten. Danach schiebt man das Kondom in die Rolle, wobei der Rand des Gummis um den Rand der Rolle gelegt wird. Das andere Ende steckt man komplett durch die Rolle, so dass es auf der anderen Seite wieder herauskommt. Mit etwas Gleitcreme geflutet schlüpft man hinein und beginnt mit der Hand, in der das Ende des Gummis liegt, leicht zu ziehen. Ein lutschendes Gefühl macht sich breit und wenn man die Augen schließt, dann hockt plötzlich eine knackige Blondine vor einem!
So, mit diesen Tipps für Sexspielzeuge solltet ihr erstmal über das Wochenende kommen. Falls ihr noch weitere Ideen und Tipps habt, so könnt ihr die gerne über die Kommentarfunktion hier posten. Wir werden die dann mal ausprobieren und darüber berichten.
Wer übrigens beim ausprobieren noch etwas Anregung braucht, der findet in der Praline Videothek etwas Inspiration.
