Setz? Dich zu mir und gib mir ein Glas. Ich muß mit Dir reden. Nein, ich möchte die Terrassentür nicht schließen, es wird schon niemand hereinschauen. Was das da draußen ist? Ein Holzkohlegrill. Die Kohle muß noch gut durchglühen. Nein, wir werden nicht essen, schon gar nichts Gegrilltes, Du weißt, ich hasse das. Aber der Grill gehört durchaus zum Thema. In letzter Zeit hast Du ziemlich oft über Deine Träume gesprochen, besonders über einen. Weißt Du, was ich meine? Ja genau, Dein Traum davon, gezeichnet zu werden. Gezeichnet von mir als Deinem Herren.
Schau nicht so erschrocken! Ich weiß, daß Du auf Deine körperliche Unversehrtheit großen Wert legst, zumindest was nicht reversible Dinge angeht. Aber Du hast mir in letzter Zeit so viel über ein Brandzeichen erzählt, daß ich heute beschlossen habe, Dir zu zeigen, wie das geht. Du mußt keine Gänsehaut bekommen, es ist ziemlich warm hier im Raum. Schau, ich habe ein schönes Eisen anfertigen lassen, mit einem runden Stempelteil von zwei Zentimetern Durchmesser. Was daraufsteht? Das mußt Du jetzt nicht wissen. Ich lege es in die Glut.
Entspanne Dich, Geliebte, entspanne Dich! Vertraust Du mir? So sehr wie bisher odr - noch mehr? Vielleicht wird das heute notwendig sein. Nein, Du mußt mich nicht daran erinnern, keine Narben, keine unwiderbringlichen Veränderungen an Deinem Körper. War das nicht so besprochen? Aber erinnere Dich, wie oft Du in letzter Zeit von einem Brandzeichen gesprochen hast!
Willst Du mir vertrauen? Schön! Dann folge mir ins Schlafzimmer und lasse Dich ein auf das, was kommen wird. Dein Lächeln ist aber recht zaghaft heute.
Lege Dich aufs Bett, strecke Dich lang aus und schaue mich an. Ich werde Dich mit Armen und Beinen ans Kopf- und Fußende fesseln, also lege Dich so, daß Du mit den Fingerspitzen gerade noch die oberen Gitterstäbe berühren kannst. Die Arme etwas mehr spreizen, sonst reicht die Länge des Bettes nicht aus, um Dich richtig zu fixieren. Ich umschlinge Deine Handgelenke mehrmals mit dem breiten Nylonseil, nur so fest, daß Du nicht herausrutschen kannst, aber nicht so, daß ein Blutstau entsteht. Du wirst heute für eine längere Zeit so bleiben müssen.
Ich entferne Deine Pumps, damit Du besser und entspannter liegen kannst, und ich ziehe Dich so weit auf dem Bett nach unten, daß Arme und Oberkörper straff angespannt sind. Nun umschlinge ich Deine Fußgelenke mit einem Seil gleicher Art, mehrmals, spreize Deine Beine und befestige die Enden des Seiles an den metallenen Füßen des Bettes.
Noch ziehe ich hier nicht straff, denn es ist jetzt nicht notwendig. Ich stelle mich zwei Schritte weg und schaue dich an. Die Schönheit Deiner hilflosen Lage läßt mich auf den Gedanken kommen..., aber nein, wir haben heute anderes vor! Ich setze mich mich neben Dich auf die Bettkante, streichle über Deinen Bauch, schaue Dir in die Augen und finde eine gewisse Furcht.
Dein Körper unter meiner Hand erzählt mir anderes, und als ich Deine Brustwarzen berühre, schließt Du die Augen und ich fühle sie zwischen meinen Fingerkuppen steif werden.
Ich weiß, daß wir jetzt unbekanntes Terrain betreten, und darum frage ich Dich, ob ich weitermachen soll. Deine Antwort ist nur ein Nicken, und darum ziehe ich nun ein Seil in Taillenhöhe unter Deinem Rücken her, schlinge es ebenfalls mehrmals um dich und fixiere es seitlich am Bettrahmen, so daß Du nicht mehr nach links oder rechts ausweichen kannst.
Weißt Du, meine Liebe, es ist sehr wichtig, daß Du absolut bewegungsunfähig bist. Als nächstes wiederhole ich die Prozedur am Übergang der Oberschenkel zum Schritt, dann straffe ich die Fußfesseln, und Du folgst dem Zug willig. Vollkommen gestreckt liegst Du auf dem Bett, wehrlos, hilflos, mir ausgeliefert. Kannst Du Dich nun garnicht mehr bewegen? Ich probiere es aus, kitzle Dich kurz in der Taille und stelle fest, daß ich Deinen Oberkörper fester fixieren muß.
Warum? Nun, wenn ich das Eisen ansetze und Du Dich bewegen kannst, dann wird es verrutschen und alles zunichte machen.
Schau nicht so angsterfüllt! Oder willst Du lieber aufhören? Nein? Sehr gut.
Ich richte einen der Halogenspots über dem Bett auf Deine Scham. Wie ich es Dir befohlen habe, ist sie sehr sauber rasiert, und als ich mit zwei Fingerkuppen prüfe, ob wirklich keine Ansätze von Stoppeln vorhanden sind, öffnet sich Dein Mund leicht, und weil Du so brav warst, lasse ich meine Hand, wo sie ist, während ich Dir das Kommende erkläre.
Ich werde das Eisen knapp neben Deinen Schamlippen ansetzen, mit einem gewissen Sicherheitsabstand, aber so, daß Du weiterhin ein knappes Bikinihöschen tragen kannst, ohne daß das Zeichen auffallen wird. Ich streiche mit einem Finger über die Stelle, übe Druck aus, und Du spannst Dich in den Fesseln. Doch zuvor werde ich die Stelle gut desinfizieren, die Flasche mit Alkohol steht schon neben dem Bett.
Ich frage Dich jetzt, bevor ich weitermachen werde: Bist Du bereit, diesen Weg weiterzugehen? Schau mir dabei in die Augen! Du hast jetzt große Angst. Hast Du das Vertrauen? Ja? Das ehrt mich. Dann werde ich Dir jetzt die Augen verbinden.
Spürst Du die Kühle des Alkohols an der Stelle? Dieser Bereich Deines Körpers ist besonders empfindlich, dessen mußt Du Dir bewußt sein. Es kann sehr wehtun, wie sehr genau, das weiß ich nicht, denn auch für mich ist das, was ich jetzt mache, Neuland. Willst Du weitermachen? Deine Stimme zittert, und darum frage ich Dich jetzt nochmal. Gut. Entspanne Dich. Du kannst doch nichts von dem, was jetzt folgt, verhindern. Ich streichle noch ein wenig Deinen schönen Körper, damit Du ruhiger wirst. Du kennst mich. Nichts Gefährliches wird Dir widerfahren.
Noch eine Sicherheitsmaßnahme. Damit Du Dir nicht im Moment des Momentes auf die Lippen oder die Zunge beißt, werde ich dir nun einen kleinen harten Schwamm zwischen die Zähne geben. Du mußt fest darauf beißen. Doch bevor ich das mache, frage ich Dich zum allerletzten Male: Bist du bereit? Ja, Du bist es. Dann öffne jetzt Deinen Mund. Ich werde jetzt für einen Augenblick weg sein. Denke an nichts, öffne Deinen Geist, wie Du es gelernt hast.
Ich setze mich neben Dich. Fühlst Du die Hitze des glühenden Eisens, wie es sich Deiner Haut nähert? Schweißtropfen rinnen Dir von der Stirn, auch am Hals entlang glänzt es feucht bis hinein in das Tal zwischen Deinen Brüsten.
Ich nähere mich weiter, Du müßtest die Glut spüren. Die Poren an Deinem ganzen Körper haben sich erhoben.
Dann drücke ich zu. Sekundenlang. Ich hätte nicht gedacht, daß Dein Körper sich in der straffen Fesselung so weit aufbäumen kann. Dann reiße ich die Hand mit einem Ruck weg, lasse den Eiswürfel, den ich in ihr trug sowie das Eisen, das ich nicht benutzt habe, auf den Boden neben das Bett fallen.
Aber das weißt Du nicht, und der Schrei, der unter dem Knebel hervordringt, macht mir Angst. Dein Kopf fliegt hin und her, und ich denke, ich sollte Dich schnellstens losmachen. Zuerst entferne ich den Knebel, und ich wußte nicht, daß Du solche Wörter überhaupt kennst!
Ich werde Deine Armfesseln lösen, Dich aufrichten, um Dir zu zeigen, daß NICHTS geschehen, daß Dein Körper so ist wie zuvor. Ein grober Fehler! Noch bist Du nicht ansprechbar, und bis ich Deine Hände auf Deinem Rücken habe und Dich aufgerichtet habe, zieren blutige Striemen meinen Unterarm.
Schau hin! SCHAU HIN, Geliebte! Es ist nichts geschehen! Zuletzt dringt meine Stimme zu Dir vor, und als wir beide die Stelle betrachten, bemerke ich, daß tatsächlich so etwas wie eine Brandblase dabei ist, sich zu bilden.
Dir schiessen die Tränen in die Augen, erst jetzt, und gleichzeitig lachst Du, wie ich meine, ein wenig irre. Kaum kann ich Deine anderen Fesseln lösen, so sehr umschlingst Du mich, und unsere Vereinigung ist nicht von dieser Welt.
Jetzt, da wir eng beisammen liegen und unsere rasenden Herzen zur Vernunft zu bringen versuchen, spüre ich das Pochen der Wunden an meinen Armen. Dieses Andenken werde ich noch lange tragen, und für diesen Sommer ist es aus mit den kurzärmeligen Hemden.
Weißt Du, sagst Du, ich habe bis zum Schluß nicht geglaubt, daß es geschehen würde. Und als es dann geschah, da brach für einen Moment meine Welt zusammen. - Mh, sage ich, denn allzuviel Blut hat mein Hirn noch nicht...
